bdia Handbuch 2025/26: Das Kulturareal »Hahnekiez« als Beispiel für die Umbauwende
Unser Projekt Kulturareal Hahnekiez ist Teil des bdia Handbuchs Innenarchitektur 2025/26 – unter dem Leitthema Umbauwende.
Das Projekt zeigt, wie aus einem ungenutzten, denkmalgeschützten Industrieareal ein lebendiger Ort mit gesellschaftlicher Relevanz entstehen kann. Die ehemalige Auerhahn-Brauerei in Schlitz wurde umfassend revitalisiert und zu einem offenen, barrierefreien Kulturort umgebaut – zugänglich für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen.
Ein Dritter Ort mit gesellschaftlichem Anspruch
Das neue Kulturareal wurde mit dem Ziel entwickelt, Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensrealitäten zusammenzubringen. Es bietet Raum für Kunstausstellungen, Theater, Konzerte und weitere kulturelle Formate, die zur aktiven Teilhabe und Begegnung einladen.
Ein zentrales Entwurfsprinzip war die barrierefreie Erschließung des gesamten Areals – eine Voraussetzung, um Teilhabe für alle zu ermöglichen. Die hochwertigen Sanierungsmaßnahmen verknüpfen historische Substanz mit den Anforderungen an zeitgemäße Nutzung, Komfort und Zugänglichkeit.
Nachhaltigkeit durch Weiternutzung
Die Wiederverwendung bestehender Bausubstanz, die Zweitnutzung von Materialien und die Verlängerung der Lebensdauer des Gebäudes sind integrale Bestandteile unserer Planungsphilosophie – und wurden in Schlitz konsequent umgesetzt.
Die neuen Nutzungen wurden präzise in den Bestand eingefügt, ohne dessen Charakter zu überformen. Die sensibel restaurierten Bauteile bilden das Rückgrat eines zukunftsfähigen Kulturstandorts – mit dem Ziel, die gebaute Umwelt zu schützen und langfristig zu erhalten.
Ein Ort, der gemeinsam gestaltet wurde
Besonders hervorzuheben ist auch die enge Zusammenarbeit mit der Stadtgesellschaft: Planung und Gestaltung wurden durch aktive Beteiligung begleitet. Lokale Gremien wurden frühzeitig eingebunden, und selbst der Name „Hahnekiez“ wurde im Dialog mit der Bevölkerung entwickelt.
Diese transparente, partizipative Herangehensweise war entscheidend dafür, dass das Projekt von der Stadtbevölkerung angenommen wird und heute als identitätsstiftender Ort wirkt – getragen von Vertrauen und dem respektvollen Umgang mit Ressourcen und Geschichte.
Vielen Dank an den bdia bund deutscher innenarchitektinnen und innenarchitekten für die Veröffentlichung und die Würdigung eines Projekts, das die Potenziale des Bauens im Bestand sichtbar macht.
Mehr zum Projekt hier.
bdia Handbuch Innenarchitektur, Juni 2025